Effektivzins und Sollzins: Unterschiede und Besonderheiten

Der Vergleich von Ratenkrediten ist nicht immer einfach. Besonders dann, wenn der Effektivzins und Sollzins verschiedener Kreditangebote als Bewertungsgröße herangezogen wird.

Kreditkonditionen sind prinzipiell abhängig vom Kreditbetrag, der Laufzeit des Kredites und der Bonität des Kreditnehmers. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit eines Ratenkredits, desto niedriger ist die monatliche Kreditrate. Als wichtiges Entscheidungsmerkmal beim Abschluss eines Ratenkredits ist für viele Kreditnehmer der Effektivzins oder der Sollzins, zu dem der Kredit aufgenommen wird. Der Zinssatz, der im Grunde das Entgelt für den Kreditgeber darstellt, spiegelt somit für den Kreditnehmer wider, wie viel er für das geliehene Geld zahlen muss.

Unterschiede zwischen Effektivzins und Sollzins

Um Ratenkredite richtig bewerten und letztlich miteinander vergleichen zu können, muss der Kreditnehmer die Unterschiede zwischen Effektivzins und Sollzins kennen.

Sollzins

Ein entscheidendes Merkmal: Der Sollzins bleibt über die vereinbarte Kreditlaufzeit konstant. Da der Sollzins nicht alle Kreditkosten beinhaltet, eignet er sich als Kriterium zum Vergleich von Kreditangeboten allerdings nicht.

Effektivzins

Im Gegensatz zum Sollzins berücksichtigt der Effektivzins weitere Kosten und Bewertungsfaktoren, die die Gesamtkosten eines Kredits bestimmen. Neben dem zentralen Bestimmungsfaktor, dem Sollzins, fließen in den Effektivzins auch weitere Kreditkosten wie Auszahlungskurse oder Zinsverrechnungstermine ein. Bearbeitungsgebühren bei Kreditverträgen sind seit Mai 2014 nicht mehr zulässig und fließen weder als direkte noch als indirekte Kosten in die Kreditrate ein.

Ratenkredite mit gleicher Laufzeit können somit anhand des Effektivzinses grundsätzlich gut vergleichen.